Hausverwaltung Honorar & Auslagen

Verwaltungskosten

Das Honorar des Verwalters ist als Bestandteil der Betriebskosten im Mietrecht gesetzlich geregelt und nach oben limitiert.
Im Wohnungseigentumsrecht unterliegt das Honorar der freien Vertragsvereinbarung.
Die von der Bundesinnung früher verlautbarten Honorarempfehlungen werden aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht mehr veröffentlicht. Dennoch ist es zulässig diese jahrelang erprobten Empfehlungen weiterhin im Rahmen der Vertragsfreiheit als Grundlage einer Verwaltungsvereinbarung zu verwenden.

Hier nachstehend die wesentlichen Grundlagen für Veraltungshonorare:

Mietrechtsgesetz (MRG):

Das maximale Honorar ist gesetzlich festgelegt und beträgt den Kategoriebetrag für Wohnungen der Ausstattungsklasse A gemäß § 15a(3Z1 MRG, = seit 1.8.2011 Euro 3,25 pro m² Wohnnutzfläche pro Jahr zzgl. USt. Beispiel:

Wohnungseigentumsgesetz (WEG 2002):

Das Honorar ist gesetzlich nicht geregelt und unterliegt der Vertragsfreiheit.

Die „alten“ Verbandsempfehlungen der österreichischen Bundesinnung

Diese Verbandsempfehlungen wurden aus kartellrechtlichen Gründen von der österreichischen Bundesinnung nicht mehr neu verlautbart. Sie sind jedoch nach wie vor Bestandteil der meisten Verwaltungsverträge in Österreich. Es ist auch zulässig den Inhalt derselben in einem Verwaltungsvertrag neu zu vereinbaren. Nach diesen Richtlinien beträgt das Honorar für Liegenschaften in der Rechtsform des Wohnungseigentums zwischen 2 ‰ und max. 3 ‰ des Neubauwertes des verwalteten Objektes pro Jahr zzgl. USt vor. Der Neubauwert für Immobilien wird monatlich in der österreichischen Immobilienzeitung veröffentlicht, er betrug beispielsweise im Jahre 2007 für Bauten außerhalb von Wien Euro 2.202,06 pro m² Wohnnutzfläche.
Dem Verwalter gebührt auch ein sogenanntes Bauverwaltungshonorar in Höhe von 5 % des Gesamtaufwandes für die Durchführung von Baumaßnahmen
Daneben bestehen noch Detailregelungen über verschiedene Nebenarbeiten welche nur selten vorkommen.

Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches (ABGB)

Hier herrscht ebenfalls Vertragsfreiheit über das Honorar.
§ 1014 ABGB bestimmt jedoch zumindest, dass dem Verwalter der notwendige oder nützliche Aufwand zu ersetzen ist und dieser sogar einen Vorschuss für die Auslagen verlangen kann.